Das PC-ABC: Arbeitsspeicher

Der Arbeitsspeicher hat sich in den letzten Jahren mehrfach deutlich verändert, was man den Speichermodulen auch rein optisch sofort ansieht. Zu 386er-Zeiten gab es nur 30-pin-Speichermodule in 1, 4, 8 oder 16MB Größe. Mit den 486ern kamen auch die nach einem speziellen IBM-Rechner bezeichneten PS/2-Speichermodule auf den Markt, welche 72 Pins besitzen und deutlich länger sind als die 30-pin-Module. Anfänglich gab es auch einige Mainboards, auf denen eine Mischbestückung der Speichertypen möglich war. Der PS/-Speicher war bereits nach kurzer Zeit auch in einer sogenannten EDO(Extended Data Out)-Variante zu haben, was einen schnelleren Speicherzugriff ermöglichte. Allerdings waren zur Nutzung dieses Speichers auch schon wieder auf diesen Speicher abgestimmte Mainboards nötig. PS/2 Speichermodule gab es in bis zu 64 MB großen Bausteinen.

Die derzeit aktuelle Speichervariante nennt sich SDRAM, ist in bis zu 256 MB (!!) großen Modulen verfügbar und besitzt 168 Pins. Rein optisch der größte Speicher, ist der deutlichste Fortschritt die Zugriffszeit: 6-10 Nanosekunden gegenüber 60 Nanosekunden bei PS/2-EDO's.

Noch einige Bemerkungen zur Namensgebung: hier herrscht auch unter Fachleuten oftmals große Unkenntnis und Bezeichnungschaos. Der Name SIMM (Single Inline Memory Module) wird oft als Überbegriff für alle Speichermodule verwendet. DIMM (Dual Inline Memory Module) wird jedoch kaum verwendet, ist eigentlich auch nur für eine ganz kurz verwendete Variante der 168-pin-Module richtig. Der Name SDRAM steht für Synchronous Dynamic Random Access Memory. Speicher einfach als RAM zu bezeichnen, ist nicht falsch, aber relativ ungebräuchlich.

Zum Einbau des Speichers: Speicher ist recht empfindlich gegenüber statischen Entladungen, bei der Arbeit mit Speicher sollte man daher immer eine gewisse Vorsicht walten lassen, ideal wäre ein Arbeiten mit Erdungsband. Speicher wird auf den Mainboards stets in sogenannten Speicherbänken angeordnet, der Rechner funktioniert nur, wenn eine Bank voll besetzt ist. Eine Bank kann je nach Art des eingesetzten Speichers und Architektur des Mainboards aus 1-4 Steckplätzen bestehen.

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