Das PC-ABC: Die Festplatte

Die Größe der Festplatten ist in den letzten Jahren geradezu explodiert. Galt zu 386er-Zeiten eine 120 MB-Festplatte als riesig, so hat heute jeder zweite Rechner schon mehr Arbeitsspeicher. Einzelne Festplatten, für den Heimanwender erschwinglich, überschritten dieses Jahr erstmalig die 30-GB-Grenze. Diese rasante Entwicklung brachte jedoch auch Probleme mit sich.

Das Betriebssystem MS-DOS konnte nur Festplatten bis 540 MB verwalten, Festplatten, die größer waren, konnten nur durch spezielle Treiber angesprochen werden, oder das BIOS des Mainboards musste die Daten mittels einem sogenannten LBA-Modus (Logical Block Adressing) für das Betriebssystem übersetzen. Aber auch hiermit war für DOS bei 2 GB Größe einfach Schluss.

Erst ein mit Windows 95b eingeführtes neues Dateisystem macht noch größere Festplatten nutzbar. Es nennt sich FAT32 und ist eine Weiterentwicklung des alten FAT-Dateisystems (FAT=File Allocation Table), was ursprünglich nur für Disketten entwickelt worden war, was auch verständlich macht, warum dieses sehr große Festplatten nicht verwalten konnte.

Beim Einbau von Festplatten ist bis auf die korrekte Master/Slave-Jumperung nicht vieles zu beachten. Festplatten sind die Komponenten im Rechner, die am empfindlichsten gegenüber mechanischen Einflüssen, wie z. B. Erschütterungen sind.

Komplizierter wird schon die Vorbereitung der Festplatte zur späteren Nutzung. Die Festplatte muss zunächst partitioniert, die dabei entstandenen Partitionen dann formatiert werden. Man unterscheidet zwischen primären und erweiterten Partitionen, gebootet werden kann nur von der ersten primären Partition der Festplatte. Dazu muss diese Partition auch noch als aktiv markiert werden. Diese Partition erhält immer den Laufwerksbuchstaben C:. In den erweiterten Partitionen können dann weitere logische Laufwerke erstellt werden. Ist die Partitionierung und Formatierung abgeschlossen, können von einer Bootdiskette die Systemdateien überspielt werden und es kann der erste Bootvorgang von Festplatte erfolgen. Bei der Vorbereitung der Festplatte zur späteren Nutzung gibt es übrigens keine Unterschiede zwischen eIDE- und SCSI-Festplatten.

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