Das PC-ABC: Gehäuse
Es gibt Desktopgehäuse (fast schon ausgestorben), Mini-, Midi und Big-Towergehäuse, sowie Servertower, wobei die Übergänge oberhalb des Desktopgehäuses fließend sind.
Manche Hersteller nehmen als Maßstab für die Bezeichnung die reinen Abmessungen des Gehäuses, andere die Anzahl der vorhandenen Einbaumöglichkeiten für Laufwerke. Ist es für den Kunden oftmals Geschmackssache oder durch den Platz im Arbeitszimmer vorgegeben, für welches Gehäuse er sich entscheidet, so gibt es jedoch auch qualitativ und in der Durchdachtheit der Konstruktion erhebliche Unterschiede, die sich auch im Preis niederschlagen.

Billige Gehäuse haben nur schwache 200-Watt-Netzteile, das Metall ist dünn, gestanzt und weist scharfe Kanten auf. Die Aufnahmeplatte für das Mainboard ist meist fest in das Gehäuse integriert, was sehr montageunfreundlich ist. Der Lüfter des Netzteils ist ebenfalls billig, zumeist recht laut und ungeregelt, d.h. er läuft permanent.
Hochwertige Gehäuse dagegen beginnen mit 230-Watt-Netzteilen (bis 300 Watt), bestehen aus stabilem Metall mit gefalzten Kanten und haben herausnehmbare Montageplatten für das Mainboard. Der Lüfter ist temperaturgeregelt. Meist sind auch die Seitenteile einzeln abnehmbar, was Service- oder Reparaturarbeiten erleichtert.

Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist auch, ob es sich um ein AT- oder ein ATX-Gehäuse handelt. Die beiden Bauformen unterscheiden sich unter anderem in den Befestigungsmöglichkeiten und dem Stecker für die Stromversorgung des Mainboards. In ein AT-Gehäuse passt also nur ein AT-Mainboard und umgekehrt. Den ATX-Standard gibt es etwa seit 1997 für PC's, und er wird sich wahrscheinlich mittelfristig durchsetzen, auch wenn er nicht nur Vorteile hat. Ich gehe beim Kapitel Mainboard noch genauer darauf ein.
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