Das PC-ABC: Der Monitor

Ein besonderes Augenmerk beim Kauf eines neuen PC's sollte man auf den Monitor richten. Nicht nur, weil er meist den größten Kostenfaktor darstellt, sondern auch, weil dieser ganz erheblich, zusammen mit der Grafikkarte, für Ihr Wohlbefinden bei der Arbeit mit dem Rechner verantwortlich ist.

Derzeit gibt es zwei grundlegend unterschiedliche Technologien, die beide Vor- und Nachteile haben, Röhrenmonitore und Flachbildschirme, sogenannte TFT-Displays. Eine dritte Technologie, die den Markt der Anzeigesysteme völlig revolutionieren könnte, steht derzeit kurz vor der Serienreife, die Foliendisplays. Da diese aber noch nicht verfügbar sind, möchte ich auf diese nicht weiter eingehen.

Die im Vergleich zu Röhrenmonitoren immer noch recht teuren TFT-Displays haben einen selbst für den Laien sofort ersichtlichen Vorteil: Sie sind, von ihrem Standfuß abgesehen, nur wenige Zentimeter flach, was natürlich einen erheblichen Vorteil auf so manchem recht beengten Schreibtisch bedeutet. Darüber hinaus ist die Darstellung auf einem TFT-Display konstruktionsbedingt stets völlig verzerrungsfrei, die speziell von großen Röhrenmonitoren bekannten Röhrenfehler, leichte Dellen oder auch Unschärfen an den Bildschirmrändern, können hier gar nicht auftreten, das Bild ist immer bis ins letzte Pixel scharf. Nachteile stellen neben dem sehr hohen Preis der langsame Farbwechsel der einzelnen Pixel, der für einen Betrieb in sehr hellen Arbeitsumgebungen nicht ausreichende Kontrast und der sehr eingeschränkte Betrachtungswinkel dar. Auch sind nicht so hohe Auflösungen wie bei einem Röhrengerät möglich. Kurz zusammengefasst könnte man sagen, dass der Einsatz eines TFT-Displays, das nötige Kleingeld vorausgesetzt, bei reinen Office-Anwendungen sinnvoll sein kann, bei Spielen wird aufgrund des langsamen Farbwechsels keine rechte Freude aufkommen.

Da für den durchschnittlichen Anwender also ein Röhrenmonitor die erste Wahl sein wird, will ich auf diesen noch etwas detaillierter eingehen.Beim Kauf des Monitors wird man oft mit einer Vielzahl von technischen Daten konfrontiert. Da diese jedoch zu einem Großteil voneinander abhängig und auch nicht alle wesentlich sind, werde ich nur einige davon herausgreifen.

Der Lochabstand der einzelnen Pixel (z.B. 0,26 mm) sollte so klein wie möglich sein. Ein entscheidender Faktor ist die Bildwiederholfrequenz, die in Hertz gemessen wird. Diese sollte in Ihrer bevorzugten Auflösung auf jeden Fall im ergonomischen Bereich, also über 72 Hz liegen (siehe auch das Kapitel "Grafikkarte"), was jedoch für fast alle modernen Geräte kein Problem darstellt. Trotz aller technischer Daten sollten Sie eines nicht vergessen: Entscheidend ist, was hinten 'rauskommt. Sie sollten, wenn möglich, sich einige Monitore im Vergleich anschauen, zumal es auch persönliche Vorlieben gibt. Dies zeigt auch schon der ewige Expertenstreit darüber deutlich, ob ein Monitor mit Streifenmaske einem mit Lochmaske vorzuziehen sei. Nach unsere Erfahrung spielt speziell in diesem Punkt der individuelle Geschmack eine entscheidende Rolle.

Wichtig ist bei einem Monitor, nicht zuletzt wegen seines Preises, auch die Garantie: Viele Hersteller bieten drei Jahre oder sogar mehr an. Auch hier zeigen sich die kleinen, aber entscheidenden Unterschiede zwischen No-Name- und Markenherstellern. Bieten viele kleine Firmen Geräte an, die ein recht gutes Bild abliefern, so ist hier oftmals die Haltbarkeit ein Problem. Zwischen einem und zwei Jahren Betriebsdauer häufen sich die Defekte. Ein guter Markenmonitor überlebt hingegen zwei, drei oder sogar mehr Rechnergenerationen.

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